Scheinheiligkeit und Doppelmoral
Scheinheiligkeit und Doppelmoral

ein paar Gedichte aus meiner Feder

Die Nacht

 

Der letzte Sonnenstrahl verstirbt,

der Tag zieht an sein Trauerkleid.

Die Nacht den Tag verbirgt,

nun ist es Schlafenszeit.

 

A.D. `84

Liebe

 

Liebe ist ein großes Wort

zu oft wirds heut' missbraucht.

Man hört es fast an jedem Ort,

wo es dann doch im Wind verraucht.

 

Zur falschesten Gelegenheit

spricht man die Liebe aus,

doch dunkelste Verwegenheit

macht einfach Liebe draus.

 

Die wahre Liebe sollt' man ehren,

doch findet man sie selten noch,

dem, der sie will soll man sie nicht verwehren,

denn glaubet mir, es gibt sie doch.

 

A.D. '85

Nur mit dir

 

Nur mit dir will ich die Früchte teilen,

die unser Leben uns geschenkt.

Nur mit dir am Brunnen weilen,

welcher der MEnschen Schicksal lenkt.

 

Nur mit dir du Königin

kann ich von reiner Liebe träumen.

Nur nach dir steht mir der Sinn,

muss ich vor Sehnsucht überschäumen.

 

Nur bei dir schlägt mein Herz stärker,

als der Wind weht im Orkan.

Bist auf Erden einzger Kerker

der meine Liebe halten kann.

 

A.D. '86

Liebeskummer

 

Mein Kopf ist schwer,

      mein Herz tut weh.

Mein Blick ist leer,

      wie weisser Schnee.

 

 

Ich kann nicht denken,

      kann nicht seh'n,

nicht mein Leben lenken,

      nicht meine Angst verstehn.

 

 

Der Druck im Hals,

       das starke Zittern,

der Tränen Salz,

       läßt mich verbittern.

 

Ich will leben, die Sonne seh'n -

       mit dir zusammen das Glück verstehn!

 

A.D. '86

 

 

Sinn des Lebens

 

Worin man ihn auch immer sieht,

nie ist er vergebens.

Was immer mir die Zukunft gibt,

zeigt mir den Sinn des Lebens.

 

Manchmal denkt man nur mit Grauen

an die nächsten schweren Tage;

fasst du ein wenig Selbstvertrauen,

sind sie dir keine große Plage.

 

Tagein tagaus nur hartes werken,

das kann des Lebens Sinn nicht sein.

Doch eines Tages wirst du merken,

Alles tun hat Sinn, nicht Schein.

 

A.D. '87

Geschenk für dich

 

Hier ist mein Herz,

ich geb's dir ohne Schmerz.

Heb's gut auf, verlier es nicht,

darin ist mein Geschenk für dich.

 

Hier ist mein Kuß,

für dich als Morgengruß.

Heb' ihn gut auf, verlier ihn nicht,

darin ist mein Geschenk für dich.

 

Hier ist meine Liebe,

zu dir führ'n ihre Triebe.

Heb' sie gut auf, verlier sie nicht,

denn sie ist mein Geschenk für dich.

 

A.D. '88

Melancholie

 

Der Frühling lockt mir wenig Freude,

der Sonne Wärme spür' ich kaum.

Der Wind,der meine Haare streichelt -

         fühl mich allein in diesem Raum.

 

Kein Lächeln das mein Herz berührt,

kein lustig' Bild in meinem Traum.

Kein Scherz den meine Ohren hören -

         fühl mich allein in diesem Raum.

 

A.D. '91

Herz aus Eis

 

Herz aus Eis,

 so kalt und stumpf,

Liebe nur noch

 alt und dumpf.

 

Herz aus Eis,

 ich kann nicht geh'n

doch das wirst du

 nicht verstehn.

 

Herz aus Eis

 nun tau doch auf,

ich bitte dich,

 ich bau darauf!

 

A.D. '91

 

(dieses Gedicht von mir ist von der Brentano Gesellschaft mbH Redaktion Frankfurter Bibliothek unter einigen tausend Einsendungen für Wert befunden und ausgewählt worden, im jährlich erscheinenden "Jahrbuch für das Gedicht 2014 veröffentlicht zu werden - ISBN 978-3-933800-45-9 )

Einsamkeit

 

Stille, dumpfe Einsamkeit

ergreift mein leeres Herz.

Seelenwinter macht sich breit,

mit Angst, mit Zorn, mit Schmerz.

 

Verfluch mich selbst und diese Welt,

frag nach dem Sinn im Leben.

Verdammt ich bin doch gar kein Held,

was kann mir Zukunft geben?

 

Voll Gefühlsschlamm meine Seele,

Stürme peitschen durchs Gehirn.

Das Chaos springt mir an die Kehle,

mein ICH droht zu verwirrn'n.

 

Befreiung wo? Im Tod - im Sein?

Verzweiflung will mich niederringen,

lautlos, stumm - mein Hilfe schrei'n,

ich muss mich selbst bezwingen.

 

A.D. '93



(dieses Gedicht von mir ist von der Brentano Gesellschaft mbH Redaktion Frankfurter Bibliothek unter einigen tausend Einsendungen für Wert befunden und ausgewählt worden, im jährlich erscheinenden "Jahrbuch für das Gedicht 2015 veröffentlicht zu werden

Tagbeginn

 

Schweres Schwarz bedeckt die Höh'n

von Juwelenlicht gestört

und einer großen Silberspange.

Nacht - bedrückend - und doch schön.

 

Farbnuancen wechseln schnell,

alles  nun in schmutzig-grau

und rund umher nur Schattenspiel

ganz almählich wird es hell.

 

Noch schläfrig kriecht der Tag heran,

er schüttet schleichend Goldlicht aus

und weckt ganz sanft das Leben

nun endlich bricht der Morgen an.

 

A.D. '94

Sehnsucht

 

Mein Herzschlag jagt, wenn ich dich seh'.

Bist du nicht da, tut es mir weh.

Ich wünschte du wärst immer da,

ich fühle so, du bist mir nah.

 

Vor Sehnsucht schmerzt mein Herz so sehr,

ein Leben ohne dich ist leer.

Ich möchte so gern bei dir sein,

doch du bist fern - und ich allein.

 

A.D. '95

Wundersames Herz

 

Erzähl' mir von dem Land

wo Träume Wahrheit sind.

Führ' mich an deiner Hand,

alleine bin ich Blind.

 

Erzähl' mir von dem Ort,

wo Stumme Reden führ'n,

mit einem einz'gen Wort,

jederman zu Tränen rühr'n.

 

Erzähle mir von dem,

was jeder braucht zum Leben,

und bleibt es jemals steh'n,

wird es kein Morgen geben.

 

A.D. '95

Süßer Traum

 

Deine Haut ist Blumenduft,

       verzaubert meine Sinne.

Du bist meine Atemluft

       und hör' ich deine Stimme,

träum' ich von süßer Liebe.

 

 

Dein Augenlicht ist Sonnenschein,

        erwärmt mir meine Seele.

Du bist mein lautes Sehnsuchtschrei'n

        und fühl ich deine Nähe,

träum' ich von süßer Liebe.

 

 

Dein Kußmund ist Erotik pur,

        erweckt in mir Verlangen.

Du bist mein ganzes Leben nur,

        ich spür'ich bin gefangen

und träume nur von dir!

 

A.D. '01

Phönix

 

Was einst zerbrach, verschwand, erstarb,

das erwecktest du zum Leben.

Als deine Liebe ich erwarb,

hast du es mir zurück gegeben.

 

Wie ein Phönix aus der Asche,

zu neuer Kraft stets neu erwacht,

so hast du aus Zaub'rers Tasche

uns dies' Wunderwerk vollbracht.

 

Nie hab' ich daran geglaubt,

wieder Liebesschmerz zu spüren.

Du hast mir ganz den Sinn geraubt,

wissend das wir gleiches fühlen.

 

A.D. '01